UNSERE TOP 3 WANDERUNGEN MIT TOLLEN AUSBLICKEN AUF DER SCHWÄBISCHEN ALB

Wir lieben es, Zeit draußen zu verbringen. Sind wir einmal nicht mit unserem Camper unterwegs am Wochenende, so kann es gut sein, dass man uns auf einem der vielen schönen Wanderwege rund um die Schwäbische Alb antrifft.

Obwohl wir es lieben, neue Orte zu entdecken, so sind wir doch auch immer mal wieder gerne auf uns bereits bekannten Wegen unterwegs. Drei unserer absoluten Lieblingswandertouren auf der Schwäbischen Alb wollen wir euch in diesem Beitrag vorstellen. Alle der Touren sind von der Schwierigkeit her als leicht bis mittel einzustufen, lassen sich aber auch immer erweitern, wenn gewünscht – dann geht’s auch mal hoch hinauf auf einen Berg, wo man mit einem einmaligen Panoramablick belohnt wird. Alle drei Touren verbindet, dass sie eine wirklich tolle Aussicht bieten.

 

    1. Heidewegtour in Hechingen-Beuren

      Blick auf die Beurener Heide und die Burg Hohenzollern
       

        • Länge: ca. 5,7km
        • Dauer: 1h 30min
        • Höhenmeter: 85m
        • Schwierigkeitsgrad: leicht
        • Start- & Endpunkt: Parkplatz am Waldspielplatz Beuren (Koordinaten: 48.366533, 9.034365)
        • Was euch erwartet: eine sonnige Heidelandschaft mit toller Aussicht auf die vorgelagerten Berge der Schwäbischen Alb und die Burg Hohenzollern

         

        Die Heidewegtour im Gebiet von Hechingen-Beuren ist definitiv eine unserer absoluten Favoriten auf der Schwäbischen Alb.

        Wie der Name schon verspricht, wandert man unter anderem durch eine Heidelandschaft voller Wacholderbüsche. Zahlreiche Bänke laden zu einer kurzen Pause ein – atemberaubender Ausblick auf die Burg Hohenzollern inklusive.

        Die als „Heidweg Tour“ ausgeschilderte 5,7km lange Wanderung, die 85 Höhenmeter beinhaltet und meist auf geschotterten oder geteerten Wegen entlangführt, eignet sich perfekt für Wanderanfänger und Familien mit Kindern. Natürlich dürfen sich hier aber auch erfahrene Wanderer an den tollen Ausblicken erfreuen. Der Rundweg führt unterhalb der Traufkante der Schwäbischen Alb am Südhang des Dreifürstensteins entlang.

        Start- & Endpunkt ist der Wanderparkplatz am Waldspielplatz in Beuren. Wir gehen den ausgeschilderten Rundweg gegen den Uhrzeigersinn. Zu Beginn führt der Wanderweg durch eine schöne Wacholderheidenlandschaft. Schon nach wenigen Metern nach dem Parkplatz taucht die Burg Hohenzollern zur rechten Hand am Horizont auf. Einige Minuten später findet sich schon das erste „Bänkle“ für eine kurze Pause. Solltet ihr noch nicht gleich Halt machen wollen, keine Sorge. Es folgen noch einige weitere Bänke mit ebenso schöner Aussicht. Nach etwa 20 Minuten verlässt der Weg die Heidelandschaft und führt in einer Schlaufe nach links in den Wald hinein. Ab hier sind ein paar Höhenmeter zu bewältigen – hält sich aber alles in Grenzen. Nach einigen Minuten im Wald lichten sich die Bäume wieder und man befindet sich erneut umringt von Wacholderbüschen. Zur Linken kommt man nun an einer weiteren sehr schön gelegenen Bank vorbei. Diese ist wahrscheinlich unser Favorit unter allen Bänken auf der Schwäbischen Alb – tolle Aussicht auf die gegenüberliegenden Wälder und die Burg Hohenzollern, absolut ruhig gelegen und bei gutem Wetter kann man hier die wärmende Sonne so richtig schön genießen.

         

        Blick auf die Beurener Heide und die Burg Hohenzollern
         

        Das Gebiet um die Beurener Heide ist im Übrigen ein Naturschutzgebiet und ein idealer Ort, um seltene Pflanzen und Tiere zu beobachten. So wachsen hier zwischen Frühjahr und Herbst etwa 40 der 60 deutschen Orchideenarten! Auch Ornithologen kommen voll auf ihre Kosten, es leben hier nämlich mindestens sieben gefährdete Vogelarten.

        Lässt man die Bank linkerhand hinter sich, so eröffnen sich immer wieder grandiose Ausblicke auf die Ortschaft Beuren, ins Tal und auf die Burg Hohenzollern. Am Aussichtspunkt Jokenplatz kann man die Aussicht noch einmal so richtig schön genießen.

        Wer noch nicht genug hat und die Tour erweitern möchte, kann einen Abstecher auf den Berg Dreifürstenstein machen. Hier wird der Weg deutlich steiler und es ist Trittsicherheit und adäquates Schuhwerk notwendig. Ist man oben auf 853 Metern angekommen, wird man mit einem atemberaubenden Panoramablick aufs Albvorland bis hin zum Schwarzwald und den Vogesen belohnt. Der Aufstieg lohnt sich allemal!

         

        Blick vom Dreifürstenstein auf die Burg Hohenzollern
         

        Ohne Abstecher führt der Weg nun über ein sonniges Plateau mit Blick in Richtung Stuttgart und anschließend durch die Ortschaft wieder zurück zum Ausgangspunkt am Wanderparkplatz.

        Wer kein Vesper eingepackt hat oder sich mit Kaffee und Kuchen belohnen will, kann anschließend in einer der Gaststätten im Ort einkehren.

        Die Tour ist ganzjährig, besonders aber im Frühjahr, Herbst und Winter zu empfehlen. Jede Jahreszeit hat seinen eigenen Charme. Im Hochsommer könnten die Passagen auf der Heide mangels Schatten dem ein oder anderen eventuell etwas zu warm sein.

        Die genaue Beschreibung dieser Tour inklusive Anfahrtsbeschreibung, Streckenverlauf und Karte findet ihr hier oder hier

         

          2. Traufgang Zollernburg-Panorama in Albstadt

            Aussicht vom Albtrauf
             

            Mindestens genauso gerne wie die Heidewegtour mögen wir den Traufgang Zollernburg-Panorama in Albstadt. Die Tour kann je nach Lust, Laune und Kondition auch in zwei Touren aufgeteilt werden.

             

            • Länge: ca. 15,6km
            • Dauer: ca. 5h
            • Höhenmeter: 412m
            • Schwierigkeitsgrad: mittel
            • Start- & Endpunkt: Parkplatz Stich in Albstadt-Onstmettingen an der L360 (Koordinaten: 48.283304, 8.973117); alternativ: Parkplatz Stocken an der Nägelestraße (Koordinaten: 48.294157, 8.999368)
            • Was euch erwartet: atemberaubende Aussicht von exponierten Felsen entlang dem Albtrauf, grandioser Postkarten-Blick vom Zellerhorn auf die Burg Hohenzollern, wurzelige Wald- und sonnige Wiesenwege

             

            Auf dieser Tour jagt ein Highlight quasi das nächste. Dieser Wanderweg wurde im Jahr 2011 sogar als zweitschönster Wanderweg Deutschlands ausgezeichnet und schafft es definitiv unter unsere persönliche Top 3 der Wanderungen auf der Schwäbischen Alb. Neben abwechslungsreichen Wald- und Wiesenwegen besticht diese Rund-Tour durch ihre zahlreichen atemberaubenden Aussichtsmöglichkeiten. Zur groben Orientierung vorab - ihr kommt an den folgenden Aussichtspunkten vorbei: Zellerhorn, Backofenfelsen, Hangender Stein, Kohlwinkelfelsen, Raichbergturm.

             

            Der Hangende Stein
             

            Die als „TRAUFGANG Zollernburg-Panorama“ ausgeschilderte Tour mit etwa 15,6km Länge und 412 Höhenmetern lässt sich dem Schwierigkeitsgrad mittel zuordnen und eignet sich sowohl für etwas anspruchsvollere als auch gemütlichere Wanderer, denn die Tour kann in zwei kleinere Abschnitte unterteilt werden. Trittsicher solltet ihr trotzdem auch bei einer abgekürzten Tour sein. Die Tour ist auch mit Kindern gut machbar, allerdings geht es zeitweise direkt an der Kante des Albtraufs entlang.

            Die gut ausgeschilderte Wanderung beginnt am Parkplatz Stich in Albstadt-Onstmettingen. Von hier geht es zunächst auf schmalen Pfaden leicht bergan über den Heiligenkopf auf die Albhochfläche, von wo aus sich erstmals beeindruckende Blicke ins Tal eröffnen. Der Weg führt entlang der Abbruchkante weiter bis zum Zollersteighof. Hier könnt ihr eine erste Rast machen. Von hier aus sind es nur noch ca. 15 Minuten bis zum auf 912 Metern gelegenen Aussichtspunkt Zellerhorn. Von hier bietet sich euch der wohl schönste Blick auf die gegenüberliegende Burg Hohenzollern – ein echtes Postkartenmotiv! Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis zum Feldberg im Schwarzwald. Solltet ihr bis zu diesem Punkt noch keine Rast gemacht haben, so bietet sich das spätestens hier an. Dafür bieten sich ein paar Bänke mit Panoramablick allererster Klasse an.

             

            Blick vom Zeller Horn auf die Burg Hohenzollern

            Könnt ihr euch von diesem Ausblick schließlich losreißen, so führt der Weg weiter in Richtung Hangender Stein. Auf wurzelbewachsenen Waldpfaden wandert man weiter und genießt immer wieder grandiose Aussichten von den exponierten Aussichtsfelsen entlang dem Albtrauf. Nach dem Aussichtspunkt am Hangenden Stein mit Blick auf das Schamental und Jungingen kommt ihr am Backofenfelsen (hier bietet sich erneut ein toller Blick auf die Burg Hohenzollern) und etwas später am Kohlwinkelfelsen vorbei. Schließlich verlässt der Wanderweg den Albtrauf und führt über die Wacholderheide erst zum Parkplatz Stocken und von dort aus schließlich über den Parkplatz Fuchsfarm in Richtung Raichbergturm. Vom 24 Meter hohen Turm bietet sich ein schöner Rundumblick auf das Albvorland und bei guter Sicht bis zum Feldberg und in die Alpen zur Zugspitze. In unmittelbarer Nähe zum Raichbergturm befindet sich das Wanderheim Nägelehaus mit gemütlicher Einkehrmöglichkeit.

            Nun führt der Weg wieder bergab, vorbei am Dagersbrunnen, Ritzenbühl, den Allenberghöfen in das Flachmoor im Schmiechatal und zum Ausgangspunkt am Parkplatz Stich zurück.

            Am besten macht ihr die Tour im Frühjahr, Sommer oder Herbst. Solltet ihr im Winter Lust auf eine Wanderung in der Gegend haben, so können wir euch den Premium-Winterwanderweg „Wintermärchen“ wärmstens empfehlen!

            Die komplette Route inklusive Wegbeschreibung und Karte findet ihr auf den Seiten der Traufgänge Albstadt: Traufgang Zollernburg-Panorama

             

              3. HochAlbPfad Tieringer Hörnle in Meßstetten

               

              Diese Rundwanderung schafft es ebenfalls in die Top 3 unserer liebsten Wanderwege auf der Schwäbischen Alb. Auch diese Tour garantiert grandiose Aus- und Weitblicke – wahrscheinlich der Grund dafür, weshalb wir genau diese drei Touren zu unseren Favoriten gekürt haben.

               

              • Länge: ca. 10,6km
              • Dauer: ca. 3h 30min
              • Höhenmeter: 200m
              • Schwierigkeitsgrad: mittel
              • Start- & Endpunkt: Parkplatz Schlichemhalle / Barfußpfad in Meßstetten. (Koordinaten: 48.203717, 8.876748; Adresse: Hinter Burg 20, 72469 Meßstetten, Ortsteil Tieringen)
              • Was euch erwartet: abwechslungsreiche Rundtour durch das idyllische Tal der Schlichem und über die Albhochfläche, tolle Aussicht von der Traufkante und vom spektakulär gelegenen „Hörnle“

               

              Der Premiumwanderweg Tieringer Hörnle bei Meßstetten gehört zur Premiumweggruppe der HochAlbPfade und beinhaltet auf seinen 10,6km etwa 200 Höhenmeter. Er ist als mittel in Bezug auf die Schwierigkeit einzustufen.

              Der „HochAlbPfad Tieringer Hörnle“ beginnt am Parkplatz der Schlichemhalle in Meßstetten-Tieringen. Gleich zu Beginn (oder ganz zum Schluss – wie euch beliebt) könnt ihr dort den Barfußpfad Tieringen genießen. Besonders an heißen Tagen tut auch ein Bad in der Schlichem, einem kleinen Bächlein, überaus gut. Die ersten Kilometer der Wanderung führen durch das gleichnamige Schlichemtal in Richtung der Schlichemquelle. Hier könnt ihr eure Trinkflaschen nochmal ganz auffüllen, bevor es weitergeht. Außerdem gibt es ganz in der Nähe auch eine schöne Grillstelle mit einer Schutzhütte.

               

              Wegweiser der Wanderwege am Albtrauf 

              Nach der Quelle geht es erst einmal etwas bergauf. Unterwegs wird der „Hohle Backofen“ passiert, eine für die Schwäbische Alb typische Kalksteinhöhle. Oben auf der Hochfläche angekommen ergibt sich eine wunderbare Aussicht, die bei guter Wetterlage bis zu den Alpen im Süden und dem Feldberg im Westen reicht.

              Nach einiger Zeit geht es vorbei am Gasthof „Berghütte“ mit schöner Sonnenterrasse. Ab hier beginnt der wohl schönste Teil der Tour, denn es folgen vier Kilometer entlang der Albtraufkante. Die Hochfläche fällt hier fast senkrecht ab und es eröffnen sich immer wieder schöne Aussichten ins Tal. Spektakulär liegt schließlich das „Hörnle“ in exponierter Aussichtslage vor euch. Bei guter Sicht reicht der Blick auch hier sehr weit – dann kann man nämlich den Stuttgarter Fernsehturm erblicken.

              Am rechten Rand des Bergvorsprungs lässt es sich gemütlich mit grandioser Aussicht picknicken. Packt euch also gerne ein Vesper ein, solltet ihr nicht Gebrauch von einer der Einkehrmöglichkeiten unterwegs machen. Hier lässt es sich auch mal gut und gerne eine geschlagene Stunde Pause machen – das haben wir selbst getestet 😊

               

              Ausblick vom Hörnle

               

              Nach dieser wohltuenden Pause geht es weiter am Osttrauf vorbei, durch das Naturschutzgebiet „Hülenbuch“ und unberührten Bannwald. Schließlich führt der Weg mit Sicht auf Tieringen zurück zum Ausgangspunkt der Rundtour.

              Die Tour macht ihr am besten im Frühjahr, Sommer oder Herbst.

              Alle Infos und Kartenmaterial findet ihr hier: Broschüre zur Tour oder hier: Website zur Tour der Stadt Albstadt

               

               

              Wir hoffen, euch mit diesen Vorschlägen ein bisschen inspiriert zu haben. Wenn ihr in der Gegend wohnt, dann probiert gerne einmal eine der Wanderungen aus. Ihr werdet sicher nicht enttäuscht sein! 😊 Solltet ihr nicht in der Nähe wohnen, dann fügt die Schwäbische Alb gerne zu eurer Reiseziele-Liste hinzu. Neben tollen Wanderungen gibt’s hier noch so einiges Weiteres zu erleben und anzuschauen!

               

              Wir wünschen euch viel Spaß beim Wandern!